1. Baustufe - Übersicht Seit 2015 ist die neue Straßenbahnflotte komplett. Um nun den größten Vorteil der Bahnen, den nahezu ebenerdigen Einstieg an Haltestellen mit Bahnsteig zu ermöglichen, sollen 29 Haltestellen barrierefrei umgebaut werden. In einer Stufe bis Ende 2012 baute die SWK 16 Haltestellen um. Hierbei wird der Bahnsteig auf 25 cm. über Schienenoberkante angehoben werden und der Spalt zwischen dem Bahnsteig und dem Türeinstieg auf ca. 6 cm verringert werden. Dabei wird ein Teil der Bahnsteige verbreitert und z. B. an den Standorten Obergplatz und Danziger Platz breite Mittelbahnsteige gebaut.

Gleichzeitig erneuert und modernisiert die SWK die Haltestellenmöbelierung. Dies umfasst z. B. die Aufstellung neuer Wartehallen und Spritzschutzwände, neue Haltestellensäulen und eine verbesserte Fahrgastinformation. Die Installation einer DFI Anzeige ist weiterhin standortabhängig und wird an der Fahrgastfrequentierung bemessen. Zur Erhöhung der Verkehrssicherheit im Straßenraum bekommen die Bahnsteige erstmalig eine zusätzliche Bahnsteigbeleuchtung. Hier kommen Mastaufsatzleuchtung mit der neusten LED-Modultechnik zum Einsatz. "So profitieren nicht nur Personen mit Rollstuhl oder Kinderwagen von dem Umbau, die modernisierten Haltestellen sind ein Plus für alle Fahrgäste", so die SWK Mobil in ihrem Rundschreiben.

Nach Abschluss der ersten Baustufe (2011 bis 2012) - detaillierter Bericht auf der folgenden Seite - setzte die SWK Mobil das Erneuerungsprogramm für eine damals unbestimmte Zeit aus. Durch eine fehlerhafte Planung und einer falschen europäischen Ausschreibung für die Arbeiten an der Zentralhaltestelle Rheinstraße entstand ein, nicht nur finanzieller, Konflikt zwischen den geplanten Bauvorhaben. So entschied sich die Stadtwerke Krefeld, in Absprache mit dem Tiefbauamt und weiteren Beteiligten, den Beginn der zweiten Baustufe in das Jahr 2016 zu verlegen, um durch den Umbau der Zentralhaltestelle einen bürokratischen und finanziellen Mehraufwand zu verhindern.

Informierte Kreise erwarteten einen Baubeginn, mit der Haltestelle Schicks (041), im zweiten Quartal 2016. Durch eine mittlerweile offiziell bestätigte Aussage über den Wegfall von dringend benötigten Fördermitteln ist ein diesjähriger Baubeginn hingegen unmöglich. Bedingt durch die anhaltenden Diskussionen, gefördert vom Fischelner Werbering, rund um den Ausbau der Haltestelle "Fischeln Rathaus" konnten die Fördermittel, welche nur im Paket mit zahlreichen weiteren Vorhaben angemeldet werden sollten, seitens der SWK Mobil GmbH nicht beantragt werden. Demnach ist nach aktuellem Stand ein Baubeginn frühstens im Jahr 2018 möglich, die Verantwortlichen der SWK Mobil GmbH sind laut eigener Aussage jedoch bemüht die Projekte einzelnd zu prüfen.

Um den größten Vorteil der neuen Straßenbahnen, den nahezu ebenerdigen Einstieg an Haltestellen mit Bahnsteig zu ermöglichen, wurden in den Jahren 2011 und 2012 sechszehn Haltestellen "niederflurtauglich" gemacht.
Im März 2011 begannen die Arbeiten am kleineren Knotenpunkt Nordwall. Durch eine verzögerte Lieferung der Wegplatten dauerten die Ausbauarbeiten insgesamt acht Wochen. Anschließend wurden die Haltestellen Oberschlesienstraße und Elfrather Mühle in Angriff genommen. Durch einen neuen Bahnsteigabstand an der Endhaltestelle der Linie 042 dürfen die M8C Fahrzeuge nur noch am rechten Ersatzbahnsteig halten, eine Einschränkungen bei den neuen Flexity Outlooks ist nicht vorhanden.
Als erstes größeres Projekt erhielt die Haltestelle Großmarkt (044) ein neues Aussehen. Um einen Unfallschwerpunkt zu entschärfen baute die SWK Mobil eine LSA und einen Bodenwelle vor den Bahnsteig Richtung Innenstadt. Ein Konzept was nicht bei allen Autofahrer für Begeisterung sorgte. Zwischenzeitlich erledigte man kleinere Arbeiten an den Haltestellen Eichhornstraße und Grundend, wobei bei letzterer keine Bahnsteiganhebung erfolgte. Ab August wurde der viel diskutierte Bockumer Platz in Angriff genommen, der gesperrte Bypass wurde entgültig entfernt. Die Haltestelle wurde für ca. 500.000 Euro an die neuen Niederflurstraßenbahnen angepasst, wobei die Haltestelle selbst begradigt und stärker in den Platz gebaut wurde. Die zwischenzeitlichen Arbeiten an der Haltestelle Burg Linn (044) in den Monaten September und Oktober wurden kaum wahrgenommen.

2012 begann sehr durchwachsen. Durch einen starken Winter zogen sich die Arbeiten an der Haltestelle Obergplatz, bei der erstmals ein Mittelbahnsteig mit neuer Gleisverlegung zum Einsatz kam, über fünf Monate. Im März 2012 zeigte sich das ausführende Tiefbauunternehmen sehr flexibel und arbeitet gleich an drei Haltestellen. So wurde an der Haltestelle Linn Bahnhof, an der Voltastraße und an der Traarer Straße in Gartenstadt gearbeitet. Warum man ausgerechnet die eher durchschnittlich frequentierte Traarer Straße größeren Haltestellen vorzog, ist nicht bekannt. Anfang April wurde die Endhaltestelle der Linie 043 modernisiert. Die Bahnsteige wurden getrennt voneinander ausgebaut um den Straßenbahnverkehr aufrecht zu erhalten. Im Mai folgte der zweite Mittelbahnsteig in Krefeld. Der Danziger Platz wurde für acht Wochen an die neuen Straßenbahnen angepasst, wobei ebenfalls eine Gleisneulegung mit Ausbau der Kreuzung nötig war. Die Ersatzhaltestelle wurde rund 100 Meter weiter eingerichten. Abschließend erhielt die Haltstelle Bockum Badezentrum die nötigen Modernisierungsarbeiten. Diese erfolgten nach der Sommerpause im Oktober. Die beiden schmalen Bahnsteige wurden dafür ein Meter breiter gemacht, um somit auch Besucher des angrenzenden Badezentrums einen angemessenen Bewegungsfreiraum zu geben.

2. Baustufe Die aktuellen Planungen für die Jahre 2016 und 2017 sahen eine Reihe größerer Bauvorhaben vor. Der Ausbau zu weiteren Mittelbahnsteigen steht im zentralen Fokus. Stark frequentierte Haltestellen mit einer Anbindung an größere Wohngebiete oder einer kulturellen Einrichtung sollen bevorzugt ausgebaut werden. Dabei werden Haltestellen mit eigenem Gleiskörper aufgrund einfacher und finanziell günstigerer Ausgangslage zuerst angegangen. Ein detaillierter sowie terminierter Ausbauplan wurde der Öffentlichkeit bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht vorgestellt. Finale Absprachen mit dem ausführenden Tiefbauunternehmen werden noch geführt.

Derzeit sind unter anderem folgende Haltestellen zum Ausbau vorgesehen: "Schicks (506.000€)", "Bockum Friedhof (539.000€)", "Grotenburg/Zoo (688.000€)" und "Kapuziner Kloster (320.000€)". Im Februar 2016 fanden weitere Informationen zur diesjährigen Haltestellenmodernisierung den Weg an die Öffentlichkeit. So sollten die Anzahl der zu modernisierenden Haltestellen aufgrund fehlender finanzieller Mittel deutlich reduziert werden. Unterstützer dieser These verweisen auf die noch fehlende Veröffentlichung einer konkreten Terminübersicht. Insbesondere der Streckenast nach Hüls sollte um ein bis zwei Jahre verschoben werden, wovon die Haltestellen "Inrath Siedlung" und "Kapuziner Kloster" betroffen sind.

Im Stadtteil Fischeln formierten sich zum Jahreswechsel 2015/16 zahlreiche Gegner gegen den geplanten Ausbau der Haltestelle "Fischeln Rathaus". Insbesondere Bürgerverein und Werbering sehen die geplante Lösung als neue Problemstelle, "sie würde mehr Probleme schaffen als sie zu lösen versuche" lautet eine vielgenannte Aussage. Gleichzeitig drängte die Stadt Krefeld auf eine schnelle Einigung um die zugesicherten Fördermittel nicht zu gefährden. Die Modernisierung der drei Haltestellen im Fischelner Stadtgebiet wird ca. 1.5 Million Euro kosten und sollte möglichst gleichzeitig mit der Sanierung der Kölner Straße in Angriff genommen werden. Informierte Kreise erwarteten einen Baubeginn, mit der Haltestelle Schicks (041), im zweiten Quartal 2016. Durch eine mittlerweile offiziell bestätigte Aussage über den Wegfall von dringend benötigten Fördermitteln ist ein diesjähriger Baubeginn hingegen unmöglich. Bedingt durch die anhaltenden Diskussionen, gefördert vom Fischelner Werbering, rund um den Ausbau der Haltestelle "Fischeln Rathaus" konnten die Fördermittel, welche nur im Paket mit zahlreichen weiteren Vorhaben angemeldet werden sollten, seitens der SWK Mobil GmbH nicht beantragt werden.