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Ein gewagter Überblick bei der Haltestellenmodernisierung

Hitzige Diskussionen in Fischeln, verfallene Fördergelder und Stillstand, so lautet der aktuelle Stand zum nahenden Jahresende. Eine zufriedenstellende Lösung für die Probleme im Stadtteil Fischeln ist derzeit nicht in Sicht, die Verantwortlichen der SWK Mobil sehen den Ball nun wieder im Spielfeld der Politik, „sie müsse das Thema erneut auf die Tagesordnung setzen“ so die einheitliche Aussage aller Beteiligten.

Doch, wie lautet der Zeitplan? Kann mit einem Baubeginn im nächsten Jahr gerechnet werden? Gibt die Politik grünes Licht, nimmt die Zustimmung der Bezirksregierung, Ausschreibung und Auftragsvergabe geschätzt ein dreiviertel Jahr in Anspruch. Ein Baubeginn insbesondere für die Haltestelle Fischeln Rathaus wird für das kommende Jahr 2018 somit unwahrscheinlich.

Noch ist die Hoffnung nicht verloren, erklärte Heinz Josen Dellen Ende 2016, kurz nach dem Wegfall der benötigten Fördergelder, „wir versuchen jetzt, die Haltestellen einzelnd abzuarbeiten“, ein gutes Zeichen für alle weiteren Projekte. Die aktuellen Planungen für das Jahr 2018 sehen eine Reihe größerer Bauvorhaben vor. So sollen u.a. die Haltestellen „Schicks“, „Grotenburg/Zoo“, „Kapuzinerkloster“ und „Fischeln Stadtpark“ neu positioniert und mit einem zentralen Mittelbahnsteig versehen werden. Dieser Ausrichtung werden vermutlich auch zahlreiche weitere Haltestellen in den nächsten Jahren folgen, selbst für die Haltestelle Gutenbergstraße ist diese Variante aufgrund der Platzfreiheit und der in den kommenden Jahren anstehenden Gleiserneuerung im Gespräch. Ein öffentlich einsehbarer Zeitplan liegt derzeit nicht vor, ebenso wenig wie die Gewissheit ob es im nächsten Jahr tatsächlich zu den angesprochenen Modernisierungen kommt. Alle beteiligten Parteien halten sich auffallend bedeckt, spätestens im nächsten Frühjahr zur jährlichen Vorstellung des städtischen Investitionsprogramms ist mit einer Offenlegung zu rechnen.

Im Jahr 2019 möchte die SWK Mobil den Schwerpunkt auf den Bereich Uerdinger Straße/ Alte Krefelder Straße legen. Im Rahmen notwendiger Gleiserneuerungen ist auch der barrierefreie Ausbau der dortigen Haltestellen geplant. Favorisiert wird eine Lösung mit Hilfe der sogenannten Kap-Haltestelle, Vorteile sind hierbei die Gradlinigkeit sowie die fehlende Überquerung einer Fahrbahn da die Haltestelle bis zur Straßenbahn heranreicht. Die Pläne wurden den jeweiligen Gremien im Sommer 2017 vorgelegt, eine Entscheidung steht derzeit noch aus. Betroffen sind die Haltestellen der Linie 043, namentlich „Getrudisstraße“, „Fasanenstraße“, Oldenburger Weg“ und „Lange Straße“.